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Seht euch die Darth Rasp 3D-Animation an, ein faszinierendes, vier Minuten langes Video, das einen Sith mit Umhang beim Eindringen in eine republikanische Basis zeigt. Sämtliche Modelle, Texturen und Animationen wurden von Community-Mitglied Vitellius erschaffen. Bilder vom Video findet ihr im Thema 3D animated Sith. Ein brillantes Werk!
Community-SchöpfungenZeigt euer Talent im Community-Forum und vielleicht präsentieren wir eure Werke an einem der kommenden Fan-Freitage im Bereich Community-Schöpfungen. Fan-Art Bei der Gestaltung von Charakteren und der Arbeit an mechanischen Details für eine Comic-Reihe rief Community-Mitglied Tanq ein Foren-Thema mit den Ideen ins Leben, an denen er gerade arbeitet. Werft einen Blick auf Tanq’s Concept Scrapbook, um eine Vorschau von zwei Bildern der Erstausgabe zu sehen sowie ein paar Charakterskizzen und weitere Star Wars™-Werke. Wir freuen uns schon auf den fertigen Comic! Ash, in der Community auch als Oxyjin bekannt, zeichnete ein Bild davon, wie sein Charakter später mal aussehen soll. Seht es euch im Thema Oxy's Cantina an. Das Bild wurde mit einem Wacom-Grafiktablett in Photoshop CS4 gezeichnet und zu seiner Fertigstellung wurden ca. 7 Stunden benötigt. Danke für den Beitrag! ![]() EntwicklereckeWir haben uns mit den Entwicklern von The Old Republic kurzgeschlossen, um euch aus erster Hand über die Spielinhalte zu informieren, die gerade entwickelt werden. Die Cathar gehören zu den vielen Spezies, denen ihr auf euren Reisen durch die Galaxis begegnen könnt. Sie sind als starke, effektive Kämpfer bekannt und ihre katzenartigen Merkmale und Wesenszüge machen sie einzigartig. Irgendwie erinnert mich die Rasse an ...
Weitere News:
Die gesamte News könnt Ihr hier nachlesen. Als letztes Update gibt es das erste Kapitel des Old Republic Romans "Eine unheilvolle Allianz" zu lesen.
“Alles, was ich sah, bestätigt meine schlimmsten Befürchtungen.” Der im letzten Dezember angekündigte Roman Star Wars™: The Old Republic™: Eine unheilvolle Allianz ist nun im Handel! Die Handlung des vom Bestseller-Autor Sean Williams verfassten und von Panini Books veröffentlichten Romans findet nur wenige Jahre nach der Plünderung von Coruscant statt. Ein Schmuggler findet auf einem verlassenen Schiff das Vermächtnis einer verlorenen Welt und erweckt damit ein gefährliches Geheimnis zum Leben. Bündnisse zerfallen und entstehen, während Jedi, Sith, republikanische Soldaten und imperiale Agenten um politische Macht und persönlichen Profit kämpfen. Am Ende müssen Feinde ihr Misstrauen überwinden, um die Galaxis gegen eine Bedrohung ungeahnten Ausmaßes zu verteidigen. Mitglieder der The Old Republic-Community können exklusiv das erste Kapitel von "Eine unheilvolle Allianz" lesen, bevor sie in die Buchhandlung stürmen, um ihr Exemplar des Romans zu erwerben!
Kapitel 1SHIGAR KONSHI FOLGTE dem Klang des Blasterfeuers durch die alten Bezirke von Coruscant. Er stolperte nicht, rutschte nicht aus und verirrte sich nicht in den engen Gassen voller Geröll, das sich über die Jahre hinweg aus den darüber liegenden Ebenen angesammelt hatte. Kabel und Schilder schaukelten über ihm, einige so tief, dass Shigar sich ducken musste. Hochgewachsen und schlank, mit einem blauen Sparren auf jeder Wange, bewegte sich der Jedi-Schüler mit einer Anmut und Sicherheit, die man ihm mit seinen achtzehn Lebensjahren kaum zugetraut hätte. In seinem Innern kochte er jedoch vor Wut. Meister Nikil Nobils Entscheidung war ihm zwar nur in Hologrammform vom anderen Ende der Galaxis übermittelt worden, doch das änderte nichts an ihrem niederschmetternden Inhalt. "Der Hohe Rat befindet Shigar Konshi für nicht bereit für die Jedi-Prüfungen." Die Entscheidung hatte ihn schockiert, aber Shigar wusste es besser, als etwas zu erwidern. Seine Wut und die empfundene Schande dem Rat zu offenbaren war das Letzte, was er wollte. "Nennt ihm den Grund", forderte Großmeisterin Satele Shan, die mit entschlossen verschränkten Händen an seiner Seite stand. Sie war einen ganzen Kopf kürzer als Shigar, strahlte jedoch eine Präsenz aus, der man sich nicht entziehen konnte. Selbst über den Holoprojektor brachte sie Meister Nobil, einen gewaltigen Thisspiasianer mit einem vollen Zeremonialbart, dazu, unbehaglich auf seinem Schwanz hin und her zu rutschen. "Wir - also der Rat - betrachten die Ausbildung Eures Padawans als unvollständig." Shigars Wangen begannen zu glühen. "Inwiefern, Meister Nobil?" Seine Meisterin brachte ihn mit einem sanften aber unmissverständlichen telepathischen Stoß zum Schweigen. "Er steht kurz vor der vollständigen Beherrschung aller Künste", versicherte sie dem Rat. "Ich bin sicher, es ist nur eine Frage der Zeit." "Ein Jedi-Ritter ist in jeder Hinsicht ein Jedi-Ritter", sagte der ferne Meister. "Es gibt keine Ausnahmen, selbst für Euch nicht." Meisterin Satele bekundete ihre Akzeptanz mit einem Nicken. Shigar schwieg. Sie hatte gesagt, sie würde an ihn glauben - also wieso focht sie die Entscheidung nicht an? Sie musste sich dem Rat nicht fügen. Hätte sie sich für ihn eingesetzt, wenn er nicht ihr Padawan wäre? Seine verwirrten Gefühle waren nicht so gut verborgen, wie er es sich gewünscht hätte. "Deine mangelnde Selbstbeherrschung zeigt sich in vielerlei Hinsicht", sagte Meister Nobil in strengem Tonfall zu ihm. "Nehmen wir zum Beispiel deine Äußerungen gegenüber Senatorin Vuub bezüglich der Methoden des Ressourcenverwaltungsrates. Wir mögen alle der Ansicht sein, dass der Umgang der Republik mit der aktuellen Krise alles andere als perfekt ist, aber alles außer der größtmöglichen politischen Disziplin ist zu diesem Zeitpunkt unverzeihlich. Verstehst du das?" Shigar senkte den Kopf. Er hätte wissen müssen, dass die schlüpfrige Neimoidianerin auf mehr aus war als nur seine Meinung, als sie sich an ihn heranmachte und ihn mit Komplimenten überhäufte. Als das Imperium Coruscant überfiel, hatte es die Welt der Republik nur gegen eine große Anzahl territorialer Verzichte auf andere Gebiete zurückgegeben. Seitdem gab es Versorgungsengpässe. Dass Shigar Recht hatte und der RVR ein hoffnungslos korruptes Durcheinander war, das das Leben von Milliarden etwas viel Schlimmerem als Krieg aussetzte - Hunger, Krankheit, Enttäuschung - zählte in einigen Kreisen einfach nicht. Meister Nobils düsterer Gesichtsausdruck entspannte sich. "Natürlich bist du enttäuscht. Ich verstehe das. Sei dir gewiss, dass die Großmeisterin sich seit Langem sehr für dich einsetzt. In allen Fällen außer diesem vertrauen wir auf ihr Urteil. Sie kann unsere Entscheidung nicht ändern, aber sie hat uns aufmerksam gemacht. Wir werden deine Fortschritte genau verfolgen, mit großen Erwartungen." An dieser Stelle endete die Holokonferenz und Shigar fühlte nun dieselbe widersprüchliche Leere in den Tiefen von Coruscant wie vorhin. Nicht bereit? Große Erwartungen? Der Rat spielte ein Spiel mit ihm - so empfand er es zumindest - sie stießen ihn hin und her wie einen Felinx im Käfig. Würde er jemals die Freiheit erhalten, seinen eigenen Weg zu gehen? Meisterin Satele verstand seine Gefühle besser als er selbst. "Mach einen Spaziergang", hatte sie ihm gesagt. Dabei legte sie ihm beide Hände auf die Schultern und hielt seinem Blick lang genug stand, um sicherzugehen, dass er ihre Beweggründe verstand. Sie gab ihm die Gelegenheit sich zu beruhigen, anstatt ihn wegzuschicken. "Ich muss sowieso mit Oberbefehlshaber Stantorrs sprechen. Treffen wir uns später im Union Cloisters." "Ja, Meisterin." Also ging er spazieren und kochte innerlich vor sich hin. Er wusste, dass irgendwo in seinem Innern die Kraft sein musste, sich über diesen vorübergehenden Rückschlag zu erheben, die Disziplin, auch die letzten Fäden seiner Begabung in ein einheitliches Muster zu weben. Aber jetzt führten ihn seine Instinkte von der Ruhe fort, nicht zu ihr hin. Das Geräusch von Blasterfeuer wurde lauter. Shigar machte in einer Gasse halt, in der es nach Woodoo-Hinterlassenschaften roch. Auf der Ebene darüber verbreitete eine schwankende Lampe ihr flackerndes Licht und blendete so für kurze Zeit den Abfall und die Fäulnis aus. Ein alter Droide beobachtete die Szene mit blinkenden roten Augen aus einer schmutzigen Nische heraus und stopfte mit rostigen Fingern Drähte und Servomotoren in seinen offenen Brustkasten. Der kalte Krieg mit dem Imperium wurde weit entfernt von dieser Gasse und ihrem unglücklichen Bewohner ausgetragen, aber seine Auswirkungen waren dennoch spürbar. Wenn er sich über den Zustand der Republik aufregen wollte, hätte er sich keinen besseren Ort dafür aussuchen können. Der Schusswechsel wurde heftiger. Seine Hand suchte nach dem Griff seines Lichtschwerts. Es gibt keine Gefühle, sagte er zu sich. Nur Frieden. Aber wie konnte es Frieden ohne Gerechtigkeit geben? Was wusste der Rat der Jedi schon davon? Der hockte sicher in seinem neuen Tempel auf Tython. Schreie rissen ihn aus seiner Versunkenheit. Im nächsten Augenblick war er verschwunden, der smaragdgrüne Schein seines Lichtschwerts folgte ihm nach und erstrahlte im Dunkeln.
LARIN MOXLA HIELT INNE, um den Bauchgurt ihrer Rüstung fester zu ziehen. Das verfluchte Ding löste sich immer wieder und sie wollte kein Risiko eingehen. Bis die Justikare hier auftauchten, war sie das Einzige, das zwischen den Schurken der Schwarzen Sonne und den mehr oder weniger unschuldigen Bewohnern von Gnawer's Roost stand. Es hörte sich an, als wären knapp die Hälfte von ihnen bereits in Stücke geschossen worden. Zufrieden, dass nichts zu Verwundbares ungeschützt war, riskierte sie einen Blick hinter ihrer Deckung hervor und hob ihr modifiziertes Minigewehr, das außer für Elite-Sondereinheiten auf Coruscant illegal war. Es besaß ein präzises Scharfschützenobjektiv, das sie nun auf das Versteck der Schwarzen Sonne richtete. Der Haupteingang war verlassen und von der Wache auf dem Dach fehlte jede Spur. Damit hatte sie nicht gerechnet. Das Blasterfeuer erklang immer noch aus dem Innern des befestigten Gebäudes. Könnte es eine Falle sein? Sie wünschte sich wie jedes Mal, Verstärkung zu haben, senkte das Gewehr und hob ihren behelmten Kopf ins Sichtfeld. Niemand schoss auf sie. Niemand bemerkte sie. Die einzigen Leute, die sie sehen konnte, waren Ortsansässige, die nach Deckung suchten. Abgesehen vom Aufruhr im Innern des Gebäudes schien die Straße komplett verlassen zu sein. Falle hin oder her, sie entschied sich näher heranzugehen. Larin bewegte sich geduckt und schnell von Deckung zu Deckung und ignorierte das leise Klappern ihrer Rüstung aus zweiter Hand, die an manchen Stellen scheuerte. Sie war jetzt nur noch wenige Meter vom Vordereingang entfernt. Das Geräusch der Waffen war nun ohrenbetäubend und wurde von Geschrei begleitet. Sie versuchte, die Waffen zu identifizieren. Verschiedene Typen von Blasterpistolen und -gewehren, mindestens ein Bodengeschütz, zwei oder drei Vibrosägen und dazwischen ein ganz anderes Geräusch. Ein brüllendes Rauschen, als würden überhitzte Gase gewaltsam durch eine Düse entweichen. Ein Flammenwerfer. Keine Bande, von der sie jemals gehört hatte, benutzte Feuer. Das Risiko, dass der Brand sich ausbreitete, war einfach zu groß. Nur ein Außenseiter würde so eine Waffe einsetzen. Nur jemand, dem es egal war, welchen Schaden er hinterließ. Im oberen Raum explodierte etwas, so dass sich ein Regen aus Ziegeln und Staub über die Straße ergoss. Larin duckte sich instinktiv, aber die Mauer hielt stand. Wäre sie eingestürzt, wäre sie unter einer meterdicken Geröllschicht begraben worden. Ihre linke Hand begann wie gewohnt den Countdown und sie ließ es zu. Es fühlte sich falsch an, es nicht zu tun. Gehe rein - in drei ... zwei ... eins ... Stille. Sie erstarrte. Es war, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Gerade eben noch herrschte absolutes Chaos im Gebäude, jetzt war nichts mehr zu hören. Sie zog die Hand ein, der Countdown war vergessen. Sie würde nirgends hingehen, ehe sie nicht wusste, was gerade geschehen war und wer die Verantwortung dafür trug. Innerhalb des Gebäudes fiel etwas in sich zusammen. Larin umfasste ihr Gewehr fester. Schritte näherten sich dem Eingang. Ein Paar Füße, mehr nicht. Sie stand auf, den Eingang im Blick, positionierte sich weiter seitlich, um ein schlechteres Ziel abzugeben, und richtete ihr Gewehr auf den dunklen Gang. Die Schritte kamen näher - ohne Eile, selbstsicher, schwer. Sehr schwer. Als sie im Durchgang eine Bewegung ausmachen konnte, rief sie mit fester Stimme: "Keine Bewegung." Die Stiefel blieben stehen. Gepanzerte Schienbeine in einem metallischen Grau und Grün. "Kommt langsam heraus ins Licht." Der Besitzer der Beine machte einen Schritt, dann einen zweiten und stellte sich als Mandalorianer von solcher Größe heraus, dass sein behelmter Kopf den Türrahmen streifte. "Das ist nah genug." "Wofür?" Larin blieb trotz der harschen, grausamen Stimme ruhig, obwohl es ihr nicht leicht fiel. Sie hatte bereits Mandalorianer in Aktion erlebt und sie wusste, wie schlecht sie ausgerüstet war, um es mit einem aufzunehmen. "Um mir zu sagen, was Ihr da drin getan habt." Er senkte ein wenig den Kopf. "Ich habe Informationen gesucht." "Also seid Ihr ein Kopfgeldjäger?" "Spielt es eine Rolle, was ich bin?" "Das tut es, wenn Ihr meine Leute aufmischt." "Ihr seht nicht aus wie ein Mitglied der Schwarzen Sonne." "Das habe ich auch nie behauptet." "Ihr habt es aber auch nicht bestritten." Die gewaltige Gestalt bewegte sich unmerklich, um das Gewicht zu verlagern. "Ich suche nach Informationen bezüglich einer Frau namens Lema Xandret." "Nie von ihr gehört." "Seid Ihr Euch sicher?" "Ich dachte, ich würde hier die Fragen stellen." "Ihr habt Euch geirrt." Der Mandalorianer hob einen Arm und zeigte auf sie. An seinem Unterarm öffnete sich eine Luke und enthüllte den Flammenwerfer, den sie zuvor bereits in Aktion gehört hatte. Sie festigte ihren Griff und versuchte sich verzweifelt an die Schwachstellen mandalorianischer Rüstungen zu erinnern, wenn es denn welche gab ... "Halt", befahl eine Stimme zu ihrer Linken. Larin warf automatisch einen Blick hinüber und sah einen jungen Mann in einer Robe, die Hand zum universellen Halt-Zeichen erhoben. Sein Anblick brachte sie für einen Moment aus der Fassung. Eine Salve von Flammen schoss brüllend auf sie zu. Sie duckte sich, so dass die Salve die Luft nur wenige Millimeter über ihrem Kopf versengte. Sie feuerte einmal und ging in Deckung, doch der Schuss prallte vom Brustpanzer des Mandalorianers ab. Es war schwer zu sagen, was sie mehr überraschte: ein Jedi in den Tiefen von Coruscant oder die Tatsache, dass er die Gesichtstätowierungen eines Eingeborenen von Kiffu trug, genau wie sie selbst.
SHIGAR ERFASSTE DIE Auseinandersetzung mit einem Blick. Er hatte noch nie gegen einen Mandalorianer gekämpft, aber war von seiner Meisterin in dieser Kunst unterrichtet worden. Sie waren gefährlich, sehr gefährlich, und er hatte beinahe Zweifel daran, ob er ihn angreifen sollte. Selbst gemeinsam würden er und eine einzelne, mitgenommen aussehende Soldatin wohl kaum genug sein. Dann schossen Flammen über den Kopf der Soldatin und seine Instinkte übernahmen die Kontrolle. Die Soldatin duckte sich und ging mit beeindruckender Geschwindigkeit in Deckung. Shigar stieß mit erhobenem Lichtschwert nach vorn, um das Netz zu zerschneiden, das auf ihn zugeflogen kam. Das Heulen des in den Kampfanzug integrierten Jetpacks übertönte das wütende Zischen von Shigars Klinge, als er sich befreite. Ehe der Mandalorianer auch nur einen Meter an Höhe gewinnen konnte, schleuderte Shigar ihn mit einem Machtschub in das Gebäude neben ihm und zermalmte so die Abgasrohre des Jetpacks. Wutschnaubend landete der Mandalorianer schwer auf beiden Füßen und feuerte zwei Pfeile schnell nacheinander auf Shigars Gesicht ab. Shigar lenkte sie ab und näherte sich mit geschmeidigen Bewegungen. Aus der Entfernung war er im Nachteil. Mandalorianer waren Meister der Fernwaffen und würden alles tun, um einem Nahkampf aus dem Weg zu gehen, außer in einer ihrer berüchtigten Gladiatoren-Gruben. Wenn er nah genug herankäme, um anzugreifen, während die Soldatin ihm Feuerschutz gab, hatte er vielleicht sogar Glück ... Eine Rakete explodierte über seinem Kopf, dann noch eine. Er war nicht ihr Ziel, sondern die oberen Ebenen der Stadt. Geröll regnete auf ihn herab und zwang ihn, seinen Kopf zu schützen. Der Mandalorianer nutzte die Ablenkung aus, um ihn hart an der Kehle zu packen. Shigars Verwirrung erreichte ihren Höhepunkt - aber Mandalorianer meiden doch den Nahkampf! Er flog im wahrsten Sinne des Wortes durch die Luft und wurde durch die enorme Körperkraft seines Angreifers gegen eine Wand geschleudert. Er landete auf beiden Füßen, bewegungsunfähig, doch er erholte sich schnell und bereitete sich auf einen weiteren Angriff vor. Der Mandalorianer rannte drei lange Schritte zu seiner Rechten, sprang eins, zwei, drei auf einen Stapel aus Abfall und von dort auf ein Dach. Weitere Raketen schossen im Bogen nach oben und zerfetzten die Ferrobeton-Pfeiler einer Einschienenbahn. Schlanke Metallspeere bogen sich und fielen auf Shigar und die Soldatin herab. Nur durch die größte Konzentration an Macht, die Shigar aufbringen konnte, war er in der Lage, sie in den Boden um sie herum abzulenken, wo sie bebend stecken blieben. "Er entkommt!" Dem Ausruf der Soldatin folgte eine weitere Explosion. Eine Granate, die der Mandalorianer auf seiner Flucht hinter sich geworfen hatte, zerstörte einen Großteil des Dachs vor ihm und erzeugte einen großen schwarzen Pilz aus Rauch, der in die Luft aufstieg. Shigar tauchte vorsichtig hindurch. Er rechnete mit einem Hinterhalt, doch auf der anderen Seite war nichts zu sehen. Er dreht sich einmal im Kreis und vertrieb den Rauch mit einem Machtschub. Der Mandalorianer war fort. Nach oben, unten, seitwärts - man konnte nicht sagen, in welche Richtung er geflohen war. Shigar erweiterte seine Wahrnehmung durch die Macht. Sein Herz hämmerte noch, aber sein Atem war ruhig und gleichmäßig. Er spürte nichts. Die Soldatin wurde ein paar Schritte entfernt durch den Rauch sichtbar, als sie sich geduckt und vorsichtig näherte. Sie stellte sich aufrecht und breitbeinig vor ihm auf. Die Mündung ihres Gewehrs war auf ihn gerichtet und einen Moment lang dachte Shigar, dass sie wirklich schießen würde. "Ich hab ihn verloren", sagte er und gestand unzufrieden ihr Versagen ein. "Nicht Eure Schuld", sagte sie und senkte das Gewehr. "Wir haben getan, was wir konnten." "Wo kam er her?" fragte er. "Ich dachte, es wäre nur eine übliche Auseinandersetzung der Schwarzen Sonne", sagte sie und zeigte auf das zerstörte Gebäude. "Dann kam er heraus." "Wieso hat er Euch angegriffen?" "Keine Ahnung. Vielleicht dachte er, ich wäre ein Justikar." "Und das seid Ihr nicht?" "Nein. Ich mag ihre Methoden nicht. Und sie werden bald hier sein, also solltet Ihr von hier verschwinden, bevor sie entscheiden, dass Ihr dafür verantwortlich seid." Ein guter Rat, so viel war klar. Die blutrünstige Miliz, die die unteren Ebenen kontrollierte, machte ihre eigenen Gesetze, und sie mochten es überhaupt nicht, wenn man in ihr Gebiet eindrang. "Sehen wir erst nach, was hier passiert ist", sagte er und näherte sich dem rauchgeschwärzten Eingang mit gezücktem Lichtschwert. "Wieso? Das ist nicht Euer Problem." Shigar antwortete nicht. Was auch immer hier vor sich ging, keiner von ihnen konnte dem einfach den Rücken kehren. Er spürte, dass sie erleichtert sein würde, das Gebäude nicht allein betreten zu müssen. Zusammen erkundeten sie die schwelenden Trümmer. Waffen und Leichen lagen haufenweise nebeneinander. Offenbar hatten die Bewohner sich gegen den Eindringling verteidigt und dafür war auch der Letzte von ihnen gestorben. Das war erschreckend, aber nicht überraschend. Mandalorianer hatten zwar an sich nichts gegen Illegale, aber sie nahmen es sehr übel, wenn auf sie geschossen wurde./p> In der oberen Etage hielt Shigar inne. Er spürte etwas Lebendiges in dem Blutbad. Er hob eine Hand, um die Soldatin zu warnen, langsamer weiterzugehen, falls jemand dachte, sie kämen, um das Gemetzel zu Ende zu bringen. Doch sie missachtete die Gefahr und übernahm geschmeidig die Führung, die Waffe im Anschlag. Er folgte ihr geräuschlos, seine Sinne prickelten. Sie fanden einen einzelnen Überlebenden hinter einer zertrümmerten Kiste - ein Nautolaner mit Blasterverbrennungen an einer Seite und einer Pfeilwunde am Hals, der in einer Lache seines eigenen Blutes lag. Das Blut breitete sich schnell aus. Er sah auf, als Shigar sich über ihn beugte, um seine Wunden zu inspizieren. Was Shigar nicht abbinden konnte, konnte er kauterisieren, aber er würde schnell handeln müssen, um überhaupt eine Chance zu haben. "Dao Stryver." Die Stimme des Nautolaners war ein kehliges Knurren, die Wunde in seiner Kehle machte es nicht besser. "Kam aus dem Nichts." "Der Mandalorianer?" sagte die Soldatin. "Sprecht Ihr von ihm?" Der Nautolaner nickte. "Dao Stryver. Wollte, was wir hatten. Wollten es ihm nicht geben." Die Soldatin nahm ihren Helm ab. Sie war überraschend jung, mit kurzen, dunklen Haaren, einem ausgeprägten Kiefer und Augen so grün wie Shigars Lichtschwert. Besonders bemerkenswert waren jedoch die schwarzen Symbole des Moxla-Clans, die auf ihre schmutzigen Wangen tätowiert waren. "Was hattet Ihr denn genau?" fragte sie den Nautolaner. Die Augen des Nautolaners verdrehten sich nach oben. "Cinzia", keuchte er und spuckte dunkles Blut über die Vorderseite ihrer Rüstung. "Cinzia." "Und das ist ...?" fragte sie und beugte sich dicht über ihn, als sein Atem aussetzte. "Durchhalten - Hilfe ist unterwegs - haltet durch!" Shigar lehnte sich zurück. Ohne ein vernünftiges Medipack konnte er nichts tun. Der Nautolaner hatte seine letzten Worte gesprochen. "Es tut mir leid", sagte er. "Das braucht es nicht", sagte sie und starrte auf ihre Hände. "Er war ein Mitglied der Schwarzen Sonne, vermutlich selbst ein Mörder." "Macht ihn das böse? Vielleicht brauchte er nur Nahrung oder Medizin für seine Familie oder tausend andere Sachen."
"Falsche Entscheidungen machen nicht automatisch böse. Richtig. Aber wonach sollen wir sonst hier unten urteilen? Manchmal muss man eine Grenze ziehen, selbst wenn man nicht mehr weiß, wer eigentlich die Feinde sind." Ein verzweifelt ermüdeter Ausdruck streifte ihr Gesicht und Shigar verstand sie etwas besser. Gerechtigkeit war wichtig, ebenso wie die Leute, die für sie kämpften, selbst wenn das manchmal bedeutete, allein dazustehen. "Ich heiße Shigar", sagte er ruhig. "Schön, Euch zu treffen, Shigar", erwiderte sie, etwas heiterer. "Und danke. Ihr habt mir vermutlich vorhin das Leben gerettet." "Das war nicht mein Verdienst. Ich bin sicher, er hat keinen von uns als würdigen Gegner angesehen." "Oder vielleicht ist ihm klargeworden, dass wir nichts darüber wissen, wonach er in dem Versteck gesucht hat. Lema Xandret - den Namen hat er mir genannt. Schon mal gehört?" "Nein. Cinzia auch nicht." Sie erhob sich in einer fließenden Bewegung und verstaute ihr Gewehr auf ihrem Rücken. "Ich heiße übrigens Larin." Ihr Händedruck war überraschend stark. "Unsere Clans waren einst Feinde", sagte Shigar. "Die Vorgeschichte unserer Ahnen ist das geringste unserer Probleme. Wir sollten besser hier verschwinden, bevor die Justikare kommen." Er sah sich um, betrachtete den Nautolaner, die anderen Leichen und das zerstörte Gebäude. Dao Stryver. Lema Xandret. Cinzia. "Ich werde mit meiner Meisterin sprechen", sagte er. "Sie sollte wissen, dass ein Mandalorianer auf Coruscant sein Unwesen treibt." "In Ordnung", sagte sie und hob ihren Helm auf. "Nach Euch." "Ihr wollt mich begleiten?" "Trau niemals einem Konshi. Das hat meine Mutter immer gesagt. Und wenn wir einen Krieg zwischen Dao Stryver und der Schwarzen Sonne verhindern wollen, müssen wir es richtig angehen - richtig?" Er bemerkte gerade noch ihr Lächeln, ehe es unter ihrem Helm verschwand. "Richtig", sagte er.
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